Prägungen: Sprichworte

Kalter Schweiß und Tränen

 

Installation für die Ausstellung Kunst im Bunker Soest 2016

2 Stelen auf denen Glasgefäße stehen, die mit Wasser gefüllt sind (durchsichtig wie Tränen und Angstschweiß). Aus der Wand kommt ein Faden, welcher unter den Stelen hindurch bis zur gegenüberliegenden Wand führt und dort den Raum verlässt. Die Verbindung, die eine Blutspur symbolisiert. Da es zuvor Kriege gab und weiterhin Kriege gibt, gilt diese Spur als roter Faden durch die Zeit.

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Prägungen: An Krieg glauben

 

Aus dem Zyklus Prägungen

“An Krieg glauben” Die goldene Kugel stellt sinnbildlich den Glaubensinhalt (egal welchen) dar. Die Soldaten sind aufgereiht und bereit, dafür ihr Leben zu geben. Das Schwarze ist als das zu verstehen, was Krieg erst ermöglicht.

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Und innen eine Schattenwelt

Der Schatten ist einer der wichtigsten Archetypen, also eine unbewusste Grundassoziation in der Analytischen Psychologie von Carl Gustav Jung. Der Begriff steht mit der weit verbreiteten Vorstellung eines persönlichen Schattens in Beziehung. Ein Schatten in diesem Sinne stellt das Gegenstück zum Archetyp der Persona dar. Er steht für die negativen, sozial unerwünschten und daher unterdrückten Züge der Persönlichkeit, für jenen Teil des Ichs, der wegen gesellschaftsfeindlicher Tendenzen in das Unbewusste abgeschoben wird. Seine Entwicklung beginnt bereits in den ersten Lebensjahren des Menschen infolge der von der Umwelt an das Individuum herangetragenen Anforderungen, Erwartungen, Gebote und Verbote. Insgesamt lassen sie nur einen Teil der Persönlichkeit zur Entfaltung kommen. Der Schatten wächst parallel zur Persona, gleichsam als ihr Negativ. In Träumen, Mythen und Erzählungen tritt der Archetyp des Schattens häufig als Fremder, als Feind, als Rivale oder allgemein als eine dem Träumer bzw. Protagonisten negativ gesinnte Person auf. In aller Regel gehört sie dem gleichen Geschlecht an wie er selbst, unterscheidet sich von ihm aber häufig etwa durch Hautfarbe oder Nationalität. Meist geht von der Figur etwas Bedrohliches, ein Misstrauen oder etwas Furchterregendes aus. Nicht selten kommt es auch zu einem Kampf des Träumers mit der Figur, was der genannten Auseinandersetzung des Menschen mit seinem Schatten entspricht. (Wikipedia)

Tränenträger und die Kehrseite des Glücks

Die Serie zum Thema Glück besteht aus acht bestickten Papiertaschentüchern in verschiedenen Sprachen. Deutsch, afrikaans oder niederländisch, norwegisch, “Zigeunersprache”, türkisch, französisch, englisch und kroatisch. Diese stehen stellvertretend für das Wort Glück in allen Sprachen.

Das Taschentuch als Träger für die Tränen – des Glücks sowie des Leids . Als Papiertaschentuch symbolisch für das Schnelle und Wegwerfen in dieser Zeit. So gab es früher ja z.B. Stofftaschentücher mit Monogrammen, in die das eigene Schicksal floss.

Glück ist flüchtig und Teil des Chaos, oder daraus hervorgegangen oder das Gegenteil.

Es sind acht Taschentücher, weil die Zahl selbst Symbol ist. 

Laut Eintrag in der Wikipedia: In der christlichen Zahlensymbolik des Mittelalters ist die Acht die Zahl des glücklichen Anfangs, der Neugeburt, des Neubeginns, der geistigen Wiedergeburt, es ist auch die Zahl der Taufe und der Auferstehung, Symbol des Neuen Bundes und Symbol des Glücks. 

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Pareidolie

Pareidolie (aus altgr. παρα para, ‚daneben‘, ‚vorbei‘, und εἴδωλον eidolon, ‚Form‘, ‚Erscheinung‘)
bezeichnet das Phänomen, in Dingen und Mustern vermeintliche Gesichter und vertraute Wesen oder Gegenstände zu erkennen.

 

Orbus (Bildausschnitte)

Das Wort Orbus ist ein Teil der Wortherkunft des Wortes Erbe, Hinterlassenschaft und es bedeutet: einer Sache beraubt, verwaist. Dies ist das Thema der Bilder. Zum Einen beschreibt es (mit der als Nabelschnur sichtbaren Verbindung) das scheinbar Unausweichliche einer “die Abstammung” betreffenden Erbschaft und zum Anderen (in den allegorischen Zuordnungen)  das, was verloren, dessen die Person zugleich beraubt ist.

 

Vom Gestade aus